Sehr geehrte Damen und Herren,

der vom 03. bis 07. Januar aufgrund eines Anschlags entstandene großflächige Stromausfall im Süd-Westen von Berlin betraf rund 45.000 Haushalte und über 2.000 Betriebe, darunter auch Pflegeheime und Hospize. Die Bewohner und Bewohnerinnen der betroffenen Einrichtungen mussten evakuiert werden.

Dieses Szenario ist auch in anderen Kommunen möglich. NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) bestätigt im WDR-Interview, „wir haben eine Infrastruktur, die angreifbar ist“. Denn leider sei das Thema über viele Jahre nicht ernst genug genommen worden.

Auch der Bundesgeschäftsführer des Verbands Deutscher Alten- und Behindertenhilfe (VDAB) stellt fest, dass „der großflächige Stromausfall in Berlin zeigt, wie fragil die Infrastruktur sein kann“ und fordert für Pflegeeinrichtungen als Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge „Zugang zu sicherer und im Notfall auch autarker Energieversorgung“.

Aufgrund des Ukraine-Krieges gab es in NRW im Jahr 2023 eine gezielte Förderung für die Notstromversorgung in Pflegeeinrichtungen. Mit dem Sondervermögen „Krisenbewältigung“ wurden vollstationäre Pflegeeinrichtungen mit 25.000 Euro und teilstationäre mit 10.000 Euro gefördert. Förderfähig waren Maßnahmen zur Notstromversorgung, die einen Notbetrieb für mindestens 72 Stunden sichern. Diese Förderung endete am 31.12.2023.

In NRW gibt es bisher keine Pflicht, dass Pflegeheime mit Notstrom versorgt sein müssen. Damit bleibt die Notstromversorgung freiwillig, angesichts der Sicherheit für die Bewohnerschaft von Pflegeeinrichtungen ist sie jedoch dringend empfehlenswert. Eine Übersicht über die technischen Umsetzungsmöglichkeiten finden Sie nachfolgend:

Technische Lösung für Notstromversorgung

Vor-/Nachteile


Diesel-Notstromaggregat-

Generator

Hohe Zuverlässigkeit, lange Laufzeit, müssen ausreichend Leistung für Beleuchtung, Heizung, Pflegegeräte und Küchenbetrieb bereitstellen. Platzbedarf für Gerät und Diesel-Lagerung.

Gas-Notstromaggregat/

Generator

Weniger Emissionen, kein Diesel-Lager, müssen ausreichend Leistung für Beleuchtung, Heizung, Pflegegeräte und Küchenbetrieb bereitstellen. Abhängigkeit vom Gasnetz.
Notstromumschalter (ATS) Gerät schaltet automatisch oder manuell zwischen Netzstrom und Notstrom um, um eine sichere Einspeisung zu gewährleisten und eine Vermischung mit dem öffentlichen Netz zu verhindern

Einspeisung über spezielle CEE-Steckverbinder ermöglichen einfache und sichere Bedienung, verhindern, dass nicht-kritische Verbraucher angeschlossen werden


Bauliche Maßnahmen


Ggf. erforderlich, um Generatoren sicher aufzustellen (Lüftung, Schallschutz) und die elektrische Infrastruktur anzupassen.

Für weitere Fragen zu diesem Thema oder unseren Leistungen erreichen Sie uns telefonisch unter 0211 957 423 0 oder per E-Mail unter info@soleo-gmbh.de.

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