Aktuelles

13.12.2018 – Zukunft der Pflege aus Sicht der Länder

In Münster fand am 06.12.18 die 95. Arbeits- und Sozialministerkonferenz (ASMK) statt, in der  aktuelle Herausforderungen und ein abgestimmtes Vorgehen in Sachen Arbeits-, Sozial- und Pflegepolitik diskutiert werden.

Zum Thema Pflege sprechen sich die Länder einhellig für die Notwendigkeit der Weiterentwicklung der Pflegeversicherung aus, damit den demografischen Anforderungen Rechnung getragen werden kann. Sie sehen ein Ergebnis darin, die bislang beitragsfinanzierte Pflegeversicherung durch einen Steuerzuschuss zu stützen mit dem Ziel,  die Beiträge langfristig zu stabilisieren. Zudem fordern die Länder die Bundesregierung auf, die Rahmenbedingungen in der Kurzzeitpflege zu verbessern, da diese eine wichtige Säule in der Unterstützung von pflegenden Angehörigen darstelle.

Zur Personalpolitik in der Pflege werden die Diskussionsergebniss vom hessischen Sozialminister Stefan Grüttner  wie folgt zusammengefasst: „Wir alle stehen in einer gemeinsamen Verantwortung, die pflegerische Versorgung der älter werdenden Bevölkerung sicherzustellen. Die Nachfrage nach Pflegefach- und Pflegehilfskräften übersteigt regelmäßig das Angebot an Absolventen der Ausbildungen. Deshalb sind auch neue Projekte notwendig, um für die betreffenden Berufsbilder zu werben, ihren Ruf zu verbessern und aus zusätzlichen Potenzialen zu schöpfen. Daher unterstützen wir auch den Antrag auf Ausweitung der Assistierten Ausbildung und ausbildungsbegleitenden Hilfen auf staatlich anerkannte Assistenz- und Pflegehelferausbildungen sowie die Abschlüsse der neuen Pflegeausbildung. Damit sollen Haupt- und Realschüler angesichts der zu erwartenden Niveauerhöhung der neuen Pflegeausbildung ausreichende Unterstützung erhalten“.


07.12.2018 – Mehr als 150 TDD’s

Bei der unten dargestellten Collage handelt es sich nicht um einen Adventskalender sondern um Impressionen aus unseren TDD’s. In den vergangenen 12 Monaten haben wir über 150 Technische Gutachten, TDD’s erstellt.


Pflegepersonal-Stärkungsgesetz tritt zum 01.01.2019 in Kraft -Bundesrat billigt das Sofortprogramm Pflege

Der Bundesrat hat in seiner Sitzung am 23. November 2018 das Pflegepersonal-Stärkungsgesetz gebilligt. Das Gesetz kann nun vom Bundespräsidenten unterzeichnet und dann im Bundesgesetzblatt verkündet werden. Es soll überwiegend zum 1. Januar 2019 in Kraft treten.

Mit dem Pflegepersonal-Stärkungsgesetz wird das Ziel verfolgt, den Personalengpass in der Pflege zu verringern und die Versorgungsqualität zu verbessern. Diese Ziele sollen erreicht werden durch:

  • 13.000 neue Stellen in der stationären Altenpflege
  • die Pflegeinrichtungen erhalten je nach Größe zwischen 0,5 und 2 VK Pflegestellen zusätzlich
  • Finanziert werden die Stellen durch die Krankenkassen
  • in den Kliniken wird künftig jede zusätzliche Stelle in der Pflege vollständig von den Krankenversicherungen refinanziert
  • Zusatzkosten wegen höherer Tarifabschlüsse werden ebenfalls durch Krankenversicherungen refinanziert
  • Anreize für mehr Ausbildungsplätze, indem anders als bisher die Vergütungen von Auszubildenden in der Kinderkrankenpflege, der Krankenpflege und in
  • der Krankenpflegehilfe im ersten Ausbildungsjahr ab 2019 vollständig von den Kassen übernommen werden.
  • Zuschüsse für die Anschaffung von digitalen oder technischen Ausrüstungen, die den Pflegekräften die Arbeit erleichtern
  • Förderung von Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Pflege, Familie und Beruf in Pflegeheimen und Krankenhäusern

Weiter Informationen finden Sie hier & hier


Neubau Haus Buschey, Witten

Die Bauarbeiten für den Ersatzneubau einer stationären Pflegeeinrichtung in Witten schreiten planmäßig weiter voran. Das Mauerwerk für das Sockelgeschoss nimmt langsam Form an.


Auch Baden-Württemberg fördert Kurzzeitpflege

Nachdem im August 2018 das Land Bayern eine Förderung der Kurzzeitpflege bekannt gegeben hat, folgt nun das Land Baden-Württemberg . Für den Ausbau der Kurzzeitpflegeangebote stehen einmalig 7,6 Millionen Euro zur Verfügung, wie das Sozialministerium am 20.11.18 in Stuttgart mitteilte.

Die Träger werden aufgefordert, Anträge jetzt zu stellen. Sozialminister Manne Lucha (Grüne) beabsichtigt mit zusätzlichen Angeboten der Kurzzeitpflege, Menschen zu entlasten, die sich zu Hause um Angehörige kümmern. Betroffene klagen immer wieder darüber, dass es zu wenig Kurzzeitpflegeplätze gebe. Nach den jüngsten Zahlen von 2015 waren es im Südwesten 1152 Angebote. Mit der Förderung der Investitionskosten bleiben für die Träger Fragen zu den Kosten der Betriebsführung noch unbeantwortet. Inwieweit wirtschaftliche Risiken bedingt durch schwankende Auslastung durch die finanzielle Beteiligung von Kostenträgern mitgetragen werden, bleibt abzuwarten.